Eröffnung einer unsichtbaren Ausstellung

Anfang März lag Coro­na bereits in der Luft und das Hän­de­schüt­teln ver­schwand zuse­hends aus dem All­tag. Um so mehr hat es uns gefreut, dass so vie­le Kunst­sin­ni­ge zur Eröff­nung nach Schloss Mols­dorf kamen. Prof. Dr. Kai Uwe Schierz, der Direk­tor der Erfur­ter Kunst­mu­se­en, gab eine pro­fun­de Ein­füh­rung in das The­ma. Er spann­te dabei den Bogen von unse­rer Arbeit bis zu den spät­ba­ro­cken Still­le­ben des Erfur­ter Malers Jakob Samu­el Beck, von denen eini­ge im Schloss ihren Platz gefun­den haben. Mit ihrer vir­tuo­sen Vor­stel­lung am Flü­gel begeis­ter­te Maria Khok­hol­va das Publi­kum und auch unse­re Foto­gra­fien erhiel­ten viel Zuspruch. Dazu gab es erle­se­nen Wein, den auch dies­mal die Bene­dik­ti­ner aus Admont gestif­tet haben und im Foy­er des Schlos­ses fand eine baro­cke Hirsch­tro­phäe ihren Platz, die erst­mals die Muse­en des Stift Admont als Leih­ga­be zur Ver­fü­gung stell­ten. In den Vitri­nen des Muse­ums rich­te­ten wir aus eige­nen Bestän­den eine klei­ne Wun­der­kam­mer ein, die zusätz­lich das The­ma illus­trier­te. So eröff­ne­ten wir am 7. März 2020 eine rund­um gelun­ge­ne Aus­stel­lung. Weni­ge Tage spä­ter fiel das gan­ze Land in einen Dorn­rös­chen­schlaf. Wir hof­fen sehr, dass die Muse­en dar­aus bald wie­der erwa­chen kön­nen.


Peraudis Porträt

Rei­mund Per­au­di war ein glo­bal play­er des Mit­tel­al­ters. Als Ablass­kom­mis­sar der römi­schen Kurie reis­te er kreuz und quer durch Euro­pa und ver­kauf­te Erlö­sung und See­len­heil zur Finan­zie­rung gro­ßer Bau­vor­ha­ben und auch zur Mobi­li­sie­rung mili­tä­ri­scher Feld­zü­ge, um sich der Tür­ken zu erweh­ren. Der Augus­ti­ner­mönch aus La Rochel­le avan­cier­te zum Bischof von Gurk und starb im Jah­re 1505 auf Rei­sen als hoch­ver­ehr­ter Kar­di­nal im Augus­ti­ner­klos­ter in Viter­bo nahe Rom. Dort, in der Kir­che der Hei­li­gen Drei­fal­tig­keit, bot sich Gele­gen­heit, den schein­bar fried­lich schla­fen­den zu por­trä­tie­ren.

Taralli Caldi

Nea­pel ist heck­tisch, laut und schmut­zig und ein­fach eine wun­der­ba­re Stadt. Jeder Pflas­ter­stein atmet Geschich­te. Ver­schwen­de­ri­scher Luxus und schrei­en­de Armut leben zuwei­len Tür an Tür. Wenn die Stadt am Abend ein wenig zur Ruhe kommt, zieht es Anwoh­ner und Tou­ris­ten ans Meer und bei Tar­al­li Cal­di fin­det jeder, was er gera­de am drin­gends­ten braucht.

Dresden und Sankt Petersburg – gemeinsam feiern!

In ihrer Eröff­nungs­re­de ver­wies Frau Dr. Eri­ka Esche­bach, die Direk­to­rin des Stadt­mu­se­ums, auf die lan­ge Geschich­te der Städ­te­part­ner­schaft zwi­schen Dres­den und Sankt Peters­burg. Daria Sobo­le­va äußer­te in ihrem Gruß­wort die Hoff­nung, dass die Aus­stel­lung das gegen­sei­ti­ge Inter­es­se der Men­schen und die Freund­schaft zwi­schen Deut­schen und Rus­sen beför­dern möge. Im Gespräch mit ver­schie­de­nen Gäs­ten wur­de als­bald deut­lich, dass die­se Aus­stel­lung tat­säch­lich mit gro­ßer Freu­de als kul­tu­rel­ler Brü­cken­schlag ver­stan­den wird. Für uns war es eine stim­mungs­vol­le Eröff­nung, mit Musik, Geträn­ken und guten Gesprä­chen. Wir dan­ken Frau Dr. Esche­bach, der enga­gier­ten Kura­to­rin Andrea Rudolph und allen Mit­ar­bei­tern des Stadt­mu­se­ums Dres­den, die all das mög­lich gemacht haben.

Ausstellungseröffnung in der inatura Dornbirn

Am 1. Okto­ber um 18.30 Uhr wur­de die Aus­stel­lung »Weiß der Gei­er – Was die Tie­re uns bedeu­ten« eröff­net. Im Anschluss an die fei­er­li­chen Wor­te nah­men die Gäs­te die Aus­stel­lung in Augen­schein. Alles wur­de ange­schaut, ange­hört und aus­pro­biert und im per­sön­li­chen Gespräch bekam unse­re Arbeit sehr viel Zuspruch. Im Muse­ums­re­stau­rant saßen wir noch lan­ge mit den Kol­le­gen der ina­tu­rea bei­sam­men. Es war eine wun­der­ba­re Eröff­nung und wir dan­ken allen sehr, die dazu bei­getra­gen haben.


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