Ein herzlicher Dank an Toni Bürgin

Dr. Toni Bür­gin lern­ten wir vor zehn Jah­ren ken­nen, als wir unse­re Aus­stel­lung »Mecha­ni­sche Tier­welt« nach St.Gallen brach­ten. Mit sei­ner Unter­stüt­zung war es mög­lich, auch ein gemein­sa­mes Buch zur Aus­stel­lung zu publi­zie­ren. Damit gewann das gan­ze Pro­jekt an Sta­tur und wur­de zu dem Erfolg, der auch Toni zu dan­ken ist. Damals noch Dir­ke­tor des Natur­mu­se­ums im St.Galler Muse­ums­quar­tier, stand er vor der Auf­ga­be, einen Muse­ums­neu­bau auf den Weg zu brin­gen und umzu­set­zen. Nach dem ein­deu­ti­gen Bür­ger­ent­scheid folg­te die plan­mä­ßi­ge Umset­zung des ambi­tio­nier­ten Bau­pro­jekts. Ruhig und ver­läss­lich wie ein Schwei­zer Uhr­werk brach­te Toni und sei­ne Muse­ums­mann­schaft das neue Muse­um an den Start. Seit fünf Jah­ren bewährt sich das neue Haus im musea­len All­tag und auch wenn es etwas an die Peri­phe­rie der Stadt gerückt ist, wird es von den Besu­chern gut ange­nom­men und rege fre­quen­tiert. Mit der neu­en Son­der­aus­stel­lung über Ernst Hein­rich Zol­li­ko­fer ehrt das Muse­um den bedeu­tends­ten Prä­pa­ra­to­ren des Alpen­lan­des. Toni Bür­gin wird im Früh­jahr 2022 in den Ruhe­stand wech­seln. Wir sind dank­bar und froh, dass wir mit ihm und den Kol­le­gen des Muse­ums die Zollikofer-Ausstellung rea­li­sie­ren konn­ten. (Fotos: Urs Bucher)

 

Auf Fotosafari in Kloster Einsiedeln

Von St.Gallen aus mach­ten wir einen Abste­cher nach Ein­sie­deln. Im his­to­ri­schen Natu­ra­li­en­ka­bi­nett der Bene­dik­ti­ner­ab­tei hat­ten wir die Mög­lich­keit, das Löwen­paar zu foto­gra­fie­ren. Einst­mals hat­ten die pracht­vol­len Tie­re im Frei­ge­he­ge des Klos­ters gelebt. 1933 prä­pa­rier­te der Leip­zi­ger Der­mo­plas­ti­ker Her­man H. ter Meer die Löwin. Es war die letz­te Auf­trags­ar­beit vor sei­nem Tod im Fol­ge­jahr. Den Löwen prä­pa­rier­te ter Meers Schü­ler Georg Ruprecht aus Bern. Für uns war der Besuch in Ein­sie­deln auch eine freu­di­ge Gele­gen­heit Pater Oswald Hol­len­stein wie­der­zu­se­hen und Sub­pri­or Pater Gre­gor Jäg­gi ken­nen­zu­ler­nen.

»Aus Meisterhand – Tierpräparate von Ernst Heinrich Zollikofer« im Naturmuseum St.Gallen

Die Raum­ge­stal­tung über­nahm Haus­tech­ni­ker und Szen­o­graph Tobi­as Rüegg vom Natur­mu­se­um St.Gallen. Gemein­sam mit Roland Rüegg und Flo­ri­an Wag­ner bau­te er auch die zau­ber­haf­ten Spie­gel­ka­bi­net­te in den Werk­stät­ten des Muse­ums. Pla­kat und Druck­sa­chen gestal­te­te Haus­gra­fi­ker Bern­hard Senn. Prä­pa­ra­tor Loren­zo Vin­ci­guer­ra sorg­te dafür, dass sich die his­to­ri­schen Tier­prä­pa­ra­te in Best­form zei­gen. In unse­rer Hand lagen Foto­gra­fie und Buch­ge­stal­tung. Wir dan­ken allen Betei­lig­ten sehr herz­lich für die gelun­ge­ne Zusam­men­ar­beit.

 

Echte Menschen in St.Gallen

Zur Eröff­nung der Aus­stel­lung »Aus Meis­ter­hand – Tier­prä­pa­ra­te von Ernst Hein­rich Zol­li­ko­fer« waren 33 Gäs­te zuge­las­sen. Am Abend des 26. Mai 2021 fan­den sich alle im Natur­mu­se­um St.Gallen ein. Zur Freu­de über die gelun­ge­ne Aus­stel­lung kam bei allen das gute Gefühl, eine sol­che Ver­an­stal­tung end­lich wie­der mit rea­len Men­schen gemein­sam zu erle­ben. Auf­ge­teilt in drei Grup­pen und mit siche­rem Abstand an Tischen plat­ziert, wur­de nach dem Aus­stel­lungs­rund­gang ein köst­li­ches Abend­mal ser­viert. Für uns fand mit die­sem wun­der­ba­ren Abend eine umfas­sen­de Arbeits­auf­ga­be ihren wür­di­gen Abschluss.

Verortungen – MADE FOR ADMONT

Im Jah­re 1997 hat das Stift Admont mit dem Auf­bau der Samm­lung Gegen­warts­kunst begon­nen. Die Jah­res­aus­stel­lung 2021 prä­sen­tiert Wer­ke von zwölf Künst­lern aus dem eige­nen Bestand. Mit drei Still­le­ben aus unse­rem admon­ti­ni­schem Bil­der­zy­klus »Zum Fres­sen gern« sind wir in die­ser Aus­stel­lung ver­tre­ten.

In bester Gesellschaft

Im ver­gan­ge­nen Som­mer hat­ten wir das gro­ße Glück, dass wir zwi­schen Lock­down und Lock­down unse­re Aus­stel­lung »Zum Fres­sen gern« im hohen Nor­den in Klos­ter Cis­mar zei­gen konn­ten. Die eins­ti­ge Bene­dik­ti­ner­ab­tei gehört heu­te zum Ver­bund der Lan­des­mu­se­en Schleswig-Holstein. Deren zen­tra­ler Stand­ort ist die Muse­ums­in­sel Schloss Gott­dorf in Schles­wig. Zwei unse­rer Fotos hat das Muse­um für die eige­ne Samm­lung moder­ner Kunst erwor­ben. Sie haben einen wür­di­gen Platz in bes­ter Gesell­schaft zwi­schen den hol­län­di­schen Meis­tern in der Dau­er­aus­stel­lung  gefun­den. Das freut uns sehr.

Verdammter Müll!

Unter dem Mot­to »Sei mit dabei – für eine sau­be­re Land­schaft« kon­zi­pier­te der Lan­des­be­trieb Forst Bran­den­burg eine Aus­stel­lung. Vol­ker, selbst schon hal­ber Bran­den­bur­ger, war von der Förs­te­rin Annet­te Meckel ein­ge­la­den, sich an dem Pro­jekt zu betei­li­gen. Gemein­sam mit den Stu­den­tin Rhea Her­pel zog er los und sam­mel­te allen Unrat, der am Stra­ßen­rand und in den umlie­gen­den Wäl­dern zu fin­den war. Mit aus­ge­stopf­ten Tie­ren aus dem Forst­haus arran­gier­ten und foto­gra­fier­ten die drei den gan­zen Müll als beklem­men­de Still­le­ben. Es ent­stand eine ein­drück­li­che Arbeit, die deut­lich macht, was Bran­den­bur­ger Wäl­der mit den Welt­mee­ren gemein­sam haben. Die Maus in der Fla­sche war dabei kei­ne Insze­nie­rung, son­dern eines der Fund­stü­cke, bei dem der Müll dem Tier offen­sicht­lich zur töd­li­chen Fal­le gewor­den war.


Erinnerung in Weiß

Vor einem Jahr waren wir bei der Utzin Utz AG in Ulm. Dort foto­gra­fier­ten wir Pro­duk­ti­ons­an­la­gen im Dunk­len, aus­schnitt­haft, mit nur einem eng fokus­sier­ten Licht. Mit die­ser stim­mungs­vol­len Bil­der­se­rie wur­de der Geschäfts­be­richt des Unter­neh­mens gestal­tet. Alter­na­tiv dazu ent­stand eine zwei­te, gänz­lich gegen­sätz­li­che Serie. Den fei­nen wei­ßen Staub, der über allem lag, brach­ten wir dabei zum leuch­ten. Das Foto­wo­chen­en­de in Ulm war unse­re letz­te Foto­rei­se vor dem ers­ten Corona-Lockdown 2020. Ein Jahr spä­ter liegt der Staub über dem gan­zen Land und nie­mand ver­mag zu sagen, wie es wei­ter geht.

Kultur ins Grundgesetz

Das Jahr 2020 war für alle her­aus­for­dernd und von beson­de­rer Art. Der Kul­tur­be­reich muss­te erken­nen, wie ent­behr­lich er über Nacht wer­den kann. Zugleich zeigt sich in der Not, wie ele­men­tar und unver­zicht­bar Kunst, Kul­tur und kul­tu­rel­le Ein­rich­tun­gen tat­säch­lich sind. Sie stif­ten Gemein­schaft und Gesell­schafts­zweck, sind Heim­statt, Hei­mat und Fens­ter in die wei­te Welt. Eine bun­des­wei­te Initia­ti­ve drängt dar­auf, den Sta­tus von Kunst und Kul­tur – über den Augen­blick der unmit­tel­ba­ren Kri­se hin­aus – im gesell­schafts­po­li­ti­schen Ver­ständ­nis zu stär­ken. Das zielt nicht allein auf den Schutz von Kunst- und Kul­tur­ein­rich­tun­gen, von Künst­lern und Kul­tur­schaf­fen­den, son­dern das meint auch und vor allem den Zugang für alle und eine deut­lich höhe­re Prio­ri­tät für Kunst und Kul­tur als Bil­dungs­zweck – von Kind­heit an. Mehr Infor­ma­tio­nen: Kul­tur ins Grund­ge­setz

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