Sammlungsfotografen

Sebastian Köpcke + Volker Weinhold

Category: Allgemein (page 1 of 6)

Schöne Aussichten

Mit unserer Ausstellung »Zum Fressen gern« stehen uns im Jahr 2018 drei wunderbare Stationen bevor. Im Frühjahr sind wir auf Schloss Corvey zu Gast. In dem einstigen Benediktinerkloster, in dem Karl der Große mit dem Karolingischen Westwerk sichtbare Spuren hinterließ, bieten drei Ausstellungsräume reichlich Platz, so dass wir zusätzlich noch 20 großfromatige Fotografien aus unserer Bilderserie »Senckenbergs verborgene Schätze« präsentieren können. Das Frankfurter Naturmuseum hat uns seine Unterstützung bereits zugesagt. Es freut uns sehr, dass auch diese Fotos in einem neuen Kontext wieder ihr Publikum finden. Im Sommer geht es dann in den hohen Norden, in das Jagdschloss Gelbensande, nahe bei Rostock. Ein engagierter Förderverein unterhält das kleine Museum und sorgt für ein abwechslungsreiches Programm. Im Herbst geht es schließlich nach Schloss Rammenau. Zwischen Dreden und Görlitz gelegen, erwartet uns dort eine wunderbare Schlossanlage in barocker Pracht. Mehr Informationen: Schloss Corvey | Jagdschloss Gelbensande | Schloss Rammenau

Vom Wesen der Dinge

Seit 2016 sind wir immer wieder im Technischen Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern zu Gast, um in den Sammlungen zu fotografieren. In den verschiedenen Depots finden sich unterschiedlichste Objekte, Dinge des alltäglichen Lebens aus Haushalt, Schule und Arbeitswelt. Für uns ist es eine neue Herausforderung, mit der Kamera dem Wesen der Dinge auf den Grund zu gehen und zu schauen, was sie uns heute noch zu erzählen haben. Funktion, Gebrauchswert und ästhetische Qualität erlauben Rückschlüsse auf vergangene Zeiten. Nun sind wir damit beschäftigt, beauftragt vom Förderverein des Museum, aus all dem ein Buch zu gestalten, das noch im Jahr 2017 erscheinen wird.

Und auch der Himmel weinte

Es brennt der Wald im Abendrot
es blüht der Berg, wenn Sonne loht.
So brenn` auch ich, mich kühlt kein Wind,
ich suche dich bis ich dich find‘.

Mit diesen, vom Volksbühnenensemble gebrüllten, gesungenen und gegrölten Refrainzeilen des Liedes – Es brennt der Wald – der polnischen Band Rote Gitarren, endete in der Nacht vom ersten zum zweiten Juli die 25 jährige Ära unter dem Intendanten Frank Castorf. Eine streitbare und prägende Zeit fand ihr erzwungenes Ende. Die Buchstaben Ost auf dem Dach sind abgebaut, die Fahnen wurden eingeholt, das stählerne Räuberrad vor dem Haus ist verschwunden. Ein stimmungsvoller Abschied, begangen mit einem Volksfest und auch der Himmel weinte.

Unser Freund, der Berliner Kulturschaffende Jürgen Balitzki, hat über dieses Ende ein Feature gemacht (Regie: Holger Kuhla). »Demontage des Räuberrads – Castorfs langer Abschied von der Volksbühne« – zu hören am 21. Juli im Deutschlandfunk. Von uns dringend empfohlen.

Der Mann am Fluß

Am 1. Juni 2017 wurde unsere Ausstellung »Zum Fressen gern« im Industrie- und Filmmuseum Wolfen eröffnet. Trotz Dauerregen und stürmischem Wind waren wir mit Direktor Uwe Holz nicht allein. In warmherzigen und wohlwollenden Worten würdigte er unsere Arbeit und beschrieb er sich selbst als Mann am Fluß, der sitzt und schaut, wie sich die Schiffe an ihm vorbei bewegen. Die einen kämpfen sich mühevoll zur Quelle, während andere gelassen mit der Strömung der Mündung entgegen treiben. In diesem Bild kamen wir Sammlungsfotografen als Lastenschlepper vor, die emsig ein Ausstellungsprojekt nach dem anderen flussaufwärts ziehen. Und als er zum ersten Mal von unserer Ausstellung »Zum Fressen gern« im Benediktinerstift Admont hörte, war sich Uwe Holz ganz sicher – die ziehe ich mir an Land. Wir sagen ganz herzlichen Dank dafür und zudem bedanken wir uns bei Andrea Maehl, Magdalena Manthey und allen Kollegen des Museums, die zum Gelingen dieser Ausstellung beigetragen haben.

»Zum Fressen gern« im Industrie- und Filmmuseum Wolfen

Wolfen ist ein eigentümlich zeitloser Ort. Das Alte ist verschwunden. Das Neue lässt noch immer auf sich warten. Wo einstmals dutzende Schlote rauchend in den Himmel ragten und tausende Menschen bei Schichtwechsel durch die Werktore drängten, weht heute der Wind über endlose verlassene Brachen. Die größte Filmfabrik Europas, die Wiege des Farbfilms, der pulsierende Industriestandort – erst Agfa, dann ORWO – in Wolfen hat sich all das tatsächlich in eine blühende Landschaft verwandelt. Das Unkraut steht meterhoch. Und an diesem von Gott verlassenen Ort findet sich das Industrie-und Filmmuseum in einem der letzten erhaltenen Produktionsgebäude und lässt die Besucher staunen. Denn darin wird nicht nur Vergangenheit eingelagert, konserviert und zur Schau gestellt, sondern sehr lebendige Menschen wirken dort im Hier und Jetzt, die sich Gedanken um Gegenwart und Zukunft machen. Als Ausstellungsort für aktuelle Fotografie hat sich das Museum längst etabliert, auch und gerade weil Dirketor Uwe Holz den eigenen Tellerrand nie als das Ende der Welt akzeptieren würde. Mit der Neugier des Entdeckungsreisenden ist er immer auf der Suche nach neuen Bilderwelten. Dass es hinter dem Horizont immer weiter geht, ist ihm dabei eine feste Gewissheit. Unsere Ausstellung »Mechanische Tierwelt« nahm in seinem Museum ihren Anfang. Nun freuen wir uns sehr, dass wir mit unserem admontinischen Bilderzyklus »Zum Fressen gern« ein weiteres Mal im Industrie- und Filmmuseum Wolfen zu Gast sind. (Foto oben: André Kehrer)

Den Leuten gefällt’s!

Unsere kleine Ausstellung »Zum Fressen gern« wird bis zum 28. Juni verlängert. Die Erklärung dafür ist so einfach, wie erfreulich: »Den Leuten gefällt’s!« und so freuen wir uns, wenn noch einige unsere Photographien im Showroom des Labor PIXELGRAIN zwischen Hackeschen Markt und Fernsehturm entdecken.

»Mechanische Tierwelt« im Senckenberg Naturkundemuseum Görlitz

Im Labor Pixelgrain Berlin

Für uns eine wirklich große Sache auf kleinstem Raum – Admont trifft Berlin – »Zum Fressen gern« mitten in unserer Stadt. Und für erstklassige Photoprints sei das Labor Pixelgrain allen wärmstens empfohlen!

Mitten in Berlin – »Zum Fressen gern«

Bei Robert Jarmatz wird Photographie auch heute noch grundsätzlich mit ph geschrieben. Der Berliner liebt und lebt von, mit und für die Photographie und wenn es um das ultimative Maximum an Brillanz und Qualität geht, dann ist sein Labor Pixelgrain für professionelle Photographen eine erste Adresse in der Stadt. Der Enthusiast ist jedoch mehr als nur technischer Dienstleister und Verleihstation für Fototechnik aus dem Hochleistungsbereich. Als Galerist formuliert Robert Jarmatz sein persönliches Statement. Im Pixelgrain-Showroom stellt er Photographien und Photographen vor, die ihm relevant erscheinen. Für uns ist es Ehre und Auszeichnung, dass unser Fotozyklus »Zum Fressen gern« nun mitten in unserer Stadt präsentiert wird. Robert Jarmatz ließ es sich nicht nehmen, alle Photographien in exzellenter Qualität zu produzieren und auch selbst an die Wände zu bringen. Pünktlich zur Eröffnung erreichte uns auch noch ein sehr lieber Gruß aus dem Benediktinerstift Admont – ein großzügiges Debutat vom vorzüglichen Gewürztraminer des benediktinischen Weingutes Dveri-Pax. Auch dafür ein ganz herzliches Dankeschön!

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