Und auch der Himmel weinte

Es brennt der Wald im Abend­rot
es blüht der Berg, wenn Son­ne loht.
So brenn` auch ich, mich kühlt kein Wind,
ich suche dich bis ich dich find'.

Mit die­sen, vom Volks­büh­nen­en­sem­ble gebrüll­ten, gesun­ge­nen und gegröl­ten Refrain­zei­len des Lie­des – Es brennt der Wald – der pol­ni­schen Band Rote Gitar­ren, ende­te in der Nacht vom ers­ten zum zwei­ten Juli die 25 jäh­ri­ge Ära unter dem Inten­dan­ten Frank Cas­torf. Eine streit­ba­re und prä­gen­de Zeit fand ihr erzwun­ge­nes Ende. Die Buch­sta­ben Ost auf dem Dach sind abge­baut, die Fah­nen wur­den ein­ge­holt, das stäh­ler­ne Räu­ber­rad vor dem Haus ist ver­schwun­den. Ein stim­mungs­vol­ler Abschied, began­gen mit einem Volks­fest und auch der Him­mel wein­te.

Unser Freund, der Ber­li­ner Kul­tur­schaf­fen­de Jür­gen Balitz­ki, hat über die­ses Ende ein Fea­ture gemacht (Regie: Hol­ger Kuh­la). »Demon­ta­ge des Räu­ber­rads – Cas­torfs lan­ger Abschied von der Volks­büh­ne« – zu hören am 21. Juli im Deutsch­land­funk. Von uns drin­gend emp­foh­len.