Sieht gut aus!

Nach­dem wir an fünf ver­schie­de­nen Senckenberg‐Standorten Mensch und Tier foto­gra­fie­ren konn­ten, liegt nun auch die Buch­ge­stal­tung in unse­rer Hand. Heu­te kamen die Pro­ofs für das neue Buch »Sencken­bergs ver­bor­ge­ne Schät­ze« und wir waren froh, dass es dabei kei­ne bösen Über­ra­schun­gen gab.

»Leinen los!« in Oldenburg

Im Jahr 2012 waren wir mit unse­rer Aus­stel­lung »Mecha­ni­sche Tier­welt« erst­mals zu Gast im Lan­des­mu­se­um Natur und Mensch in Olden­burg. So ist es uns eine beson­de­re Freu­de, nun auch mit unse­ren his­to­ri­schen Spiel­zeug­schif­fen in die­sem Muse­um vor Anker zu gehen. 25 Foto­gra­fi­en schmü­cken die Gale­rie und 190 ori­gi­na­le his­to­ri­sche Spiel­zeug­schif­fe sind in den Vitri­nen zu bestau­nen. Eini­ge gibt es hier erst­mals zu sehen, denn wei­ter­hin hal­ten wir die Augen offen und freu­en uns über neue Stü­cke für unse­re Samm­lung. Die Aus­stel­lung ist bis zum 3. Janu­ar 2016 geöff­net. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.naturundmensch.de

Die Ausstellung zur Ausstellung

Kann es eine über­zeu­gen­de­re Wer­bung für eine Aus­stel­lung geben, als eine Aus­stel­lung? Vom 31. August zum 20. Sep­tem­ber 2015 zeigt das Nord­West­Zen­trum in Frank­furt am Main »Sencken­bergs ver­bor­ge­ne Schät­ze« in einer Aus­wahl von 40 Foto­gra­fi­en. Das Ein­kaufs­zen­trum im Stadt­teil Hed­dern­heim fre­quen­tie­ren täg­lich bis zu 40.000 kauf­freu­di­ge Besu­cher. Womög­lich ist nicht jeder von ihnen ein pas­sio­nier­ter Muse­ums­gän­ger, auch des­halb kommt ihnen das Muse­um auf die­se Wei­se gern ent­ge­gen. Wis­sens­wer­tes zu den Samm­lun­gen des tra­di­ti­ons­rei­chen Hau­ses und zum moder­nen For­schungs­stand­ort erfährt man so im Vor­über­ge­hen und ganz sicher weckt es Lust und Neu­gier, auch mal wie­der das Muse­um zu besu­chen. Eine tol­le Sache, dass das Sencken­berg Aus­stel­lungs­team Sabi­ne Mahr und Tho­rolf Mül­ler gemein­sam mit Georg‐Hubertus Lack­ner und Pina Kef­fel vom Nord­West­Zen­trum die­se Aus­stel­lung zur Aus­stel­lung ver­wirk­licht hat. (Fotos: Nord­West­Zen­trum, Frank­furt)

Rencontres de la Photographie in Arles

Som­mer­zeit, Rei­se­zeit – Nach einem Zwi­schen­stopp bei Toni Bür­gin im Natur­mu­se­um St. Gal­len end­lich am Ziel, im son­ni­gen Süd­frank­reich, beim Foto­fes­ti­val in Arles. Seit 1969 wird es ver­an­stal­tet. Das dienst­äl­tes­te Fes­ti­val ist nach wie vor ein Ort, an dem aktu­el­le Ten­den­zen der Foto­gra­fie sicht­bar wer­den. Seit die­sem Jahr zeich­net der neue Direk­tor Sam Stourzd­zè für das Pro­gramm ver­ant­wort­lich. Viel­fäl­ti­ge Aus­stel­lun­gen zei­gen Foto­gra­fie als klas­si­sche Doku­men­ta­ti­on, aber auch als beglei­ten­des Medi­um von Musik, Film und Archi­tek­tur. Eine beson­de­re Zeit­rei­se bie­tet die Aus­stel­lung von Plat­ten­co­vern der Samm­lung Ste­fan Thull, in der Auf­nah­men von vie­len nahm­haf­ten Foto­gra­fen zu sehen sind. 25 Jah­re nach dem ers­ten Besuch in Arles ist es eine Freu­de, wie­der hier zu sein.
Mehr Infor­ma­tio­nen: www.rencontres-arles.com

Und sie bewegt sich doch

Das Rat­haus in Fried­richs­ha­gen kün­de­te seit 1898 vom selbst­be­wuss­ten Bür­ger­stolz, doch bereits 1920, mit der Ein­ge­mein­dung in die expan­die­ren­de Haupt­stadt Ber­lin, ver­lor es sei­ne Funk­ti­on und Bedeu­tung. In den fol­gen­den Jahr­zehn­ten wur­de es in unter­schied­li­cher Wei­se genutzt, zuletzt als Poli­zei­sta­ti­on. Nun ist es wie­der in Bür­ger­hand und den not­wen­di­gen umfang­rei­chen Rekon­struk­ti­ons­maß­nah­men ging eine ers­te sym­bol­träch­ti­ge Repa­ra­tur vor­aus. Seit die­sem Jahr dreht sich wie­der die alte Rat­haus­uhr und zeigt jedem, was die Stun­de schlägt. Am »Tag des offe­nen Denk­mals« (12. + 13. Sep­tem­ber 2015) steht das his­to­ri­sche Rat­haus allen Besu­chern offen.

»Senckenbergs verborgene Schätze« die Sonderausstellung des Jahres in Frankfurt

Nach dem Auf­takt in Dres­den ist die Aus­stel­lung seit dem 14. Juli 2015 nun im Sencken­berg Natur­mu­se­um Frankfurt/Main zu sehen. Stan­den bis­lang vor allem die Natur­his­to­ri­schen Samm­lun­gen Sach­sens im Vor­der­grund, bil­den jetzt Kost­bar­kei­ten aus den Frank­fur­ter Bestän­den den the­ma­ti­schen Schwer­punkt. Unse­re groß­for­ma­ti­gen Foto­gra­fi­en kor­re­spon­die­ren mit aus­ge­such­ten Objek­ten, wie einem defor­mier­tem Gän­se­schä­del, der Tas­ma­ni­schen Rie­sen­krab­be und einem 1,5 m lan­gem Mee­res­bors­ten­wurm. Ein 200 Jah­re altes Fisch‐Präparat des Senckenberg‐Mitbegründers Edu­ard Rüp­pel ist nicht weni­ger ein­drucks­voll, wie die Hundeschädel‐Sammlung des Frank­fur­ter Frau­en­mör­ders Karl Hopf, der 1914 selbst unter dem Fall­beil sei­nen Kopf ver­lor. Erst­mals seit den 1940er Jah­ren wird auch der Senckenberg‐Hund prä­sen­tiert, des­sen Kno­chen unweit des Muse­ums gefun­den, in einem gro­ßen Diora­ma aus­ge­stellt waren, wel­ches 1944 bei einem Bom­ben­an­griff zer­stört wur­de.

Unser ganz gro­ßes Dan­ke­schön gilt ein­mal mehr den bei­den Aus­stel­lungs­or­ga­ni­sa­to­ren Dr. Sabi­ne Mahr und Dr. Tho­rolf Mül­ler, die das Pro­jekt von Anfang an befür­wor­tet, beför­dert, orga­ni­siert und rea­li­siert haben. Dass wir in den letz­ten Mona­ten an allen Stand­or­ten so pro­duk­tiv und krea­tiv sein konn­ten, haben wir ihrer per­fek­ten Orga­ni­sa­ti­on, wie auch dem wohl­wol­len­den Will­kom­men der Kura­to­ren an den ein­zel­nen For­schungs­ein­rich­tun­gen zu dan­ken. In Koope­ra­ti­on mit fünf Senckenberg‐Standorten ent­stand eine wand­lungs­fä­hi­ge, facet­ten­rei­che, infor­ma­ti­ve Aus­stel­lung, die den Besu­chern einen Blick hin­ter die Kulis­sen der Samm­lun­gen gewährt. Zugleich ist die Aus­stel­lung bes­tens geeig­net, der Selbst­ver­ge­wis­se­rung der Sencken­ber­ger zu die­nen, die in ihrer gemein­sa­men Arbeit ver­bun­den, weit bedeut­sa­mer sind, als es der Ein­zel­ne mit sei­ner gebün­del­ten Exper­ti­se nur sein kann.

Wiedersehen in der Steiermark

Im ver­gan­gen Jahr waren wir mit der »Mecha­ni­schen Tier­welt« im Muse­um des Bene­dik­ti­ner­stifts Admont zu Gast. Schon damals beka­men wir Gele­gen­heit, in den natur­his­to­ri­schen Samm­lun­gen zu foto­gra­fie­ren. Im Mai 2015 hieß man uns ein wei­te­res Mal sehr herz­lich will­kom­men und so konn­ten wir unse­re Arbeit fort­set­zen. Karl Heinz Krisch, der Kus­tos des Natur­his­to­ri­schen Muse­ums, stand uns dabei wie­der ver­läss­lich zur Sei­te. Ihm gilt dafür unser beson­de­rer Dank.

»Mechanische Tierwelt« in Dornbirn (Österreich)

Am 8. Mai wur­de unse­re Foto­sa­fa­ri in der INATURA in Dorn­birn eröff­net. Bis zum 4. Okto­ber 2015 wird die Aus­stel­lung dort zu sehen sein. Mathi­as Gort, der Kura­tor des Muse­ums, führ­te unse­re his­to­ri­schen Blech­tie­re mit aus­ge­such­ten Objek­ten der natur­his­to­ri­schen Samm­lung des Hau­ses zusam­men. Auf stau­nens­wer­te Wei­se füg­ten sich die bei­den Samm­lun­gen zu einem neu­en Bild, in dem sich viel­fäl­ti­ge Bezü­ge zwi­schen der Natur und ihrer Adap­ti­on in der Spiel­welt offen­ba­ren. Ein span­nen­des Kon­zept und eine gelun­ge­ne Prä­sen­ta­ti­on – soli­de Trans­port­kis­ten auf Holz­pa­let­ten bil­den dabei ein­zel­ne The­men­in­seln für unter­schied­li­che Tier­ar­ten und Lebens­räu­me. Unser herz­li­cher Dank gilt allen Mit­ar­bei­tern des Muse­ums, die tat­kräf­tig zum Gelin­gen die­ser wun­der­ba­ren Aus­stel­lung bei­getra­gen haben. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: Mecha­ni­sche Tier­welt | INATURA Dorn­birn

Begegnungen

Das waren arbeits­rei­che Tage in Gör­litz. Hin­ter den Kulis­sen des Sencken­berg Natur­kun­de Muse­ums tra­fen wir pas­sio­nier­te Natur­for­scher ver­schie­dens­ter Fach­ge­bie­te. Nicht allein die Begeg­nung mit dem Objekt war für uns fas­zi­nie­rend, son­dern ein­mal mehr die Begeg­nung mit den Kura­to­ren in ihren Samm­lun­gen und das, was sie uns zu ihren Ste­cken­pfer­den zu erzäh­len wuss­ten.
Im Kel­ler des Muse­ums hat­ten einst­mals Gör­lit­zer Frei­mau­rer ihren Logen­tem­pel. Heu­te bear­beit der Paleo­zoo­lo­ge Dr. Olaf Tietz mit sei­nen Kol­le­gen die umfang­rei­chen Gesteins­samm­lun­gen in dem his­to­ri­schen Gewöl­be. Die Ent­ste­hungs­ge­schich­te der Regi­on lässt sich anhand viel­fäl­ti­ger Befun­de sehr anschau­lich bele­gen. Die his­to­ri­sche Samm­lung, in ihren alten Holz­schrän­ken mit den kunst­vol­len hand­schrift­li­chen Objekt­be­schrif­tun­gen, ist heu­te musea­les Objekt in dop­pel­tem Sin­ne. Die­sem foto­gra­fisch gerecht zu wer­den, erfor­dert die Fähig­keit zur Impro­vi­sa­ti­on. Nicht zuletzt dar­aus resul­tiert der Spaß an unse­rer Arbeit.

Jäger der verborgenen Schätze

Eine Woche in Frank­furt Main gab uns ein­mal mehr Gele­gen­heit Sencken­bergs ver­bor­ge­ne Schät­ze auf­zu­spü­ren. Sabi­ne Mahr und Tho­rolf Mül­ler, die Aus­stel­lungs­or­ga­ni­sa­to­ren des Hau­ses, hat­ten alles per­fekt geplant und stan­den uns in all den Tagen hilf­reich zur Sei­te. Quer durch die ver­schie­dens­ten For­schungs­ge­bie­te über­lie­ßen uns die Kura­to­ren aus­ge­such­te Objek­te, um sie foto­gra­fisch ins Bild zu setz­ten. Typus­ex­em­pla­re von Pflan­zen und sel­te­nen Was­ser­schne­cken, die Hun­de­schä­del­samm­lung des Frank­fur­ter Gift­mör­ders Karl Hopf, Fisch­prä­pa­ra­te des Natur­for­schers Edu­ard Rüp­pell, kost­ba­re Her­ba­ri­en des 17. Jahr­hun­derts … all das und eine Men­ge mehr konn­ten wir ins rech­te Licht set­zen. Wenn am 16. Juli die Aus­stel­lung »Sencken­bergs ver­bor­ge­ne Schät­ze« in Frank­furt eröff­net, wird eine Aus­wahl die­ser neu­en Fotos zu sehen sein.

Scroll to Top