Allgemein

Außenansicht

Zur Aus­stel­lungs­er­öff­nung in Gel­ben­san­de kam auch Muse­ums­di­rek­tor Andrej Qua­de aus Wis­mar vor­bei. Über das herz­li­che Wie­der­se­hen haben wir uns gefreut. Mit sei­ner Kame­ra fing er die Atmo­sphä­re ein. Für uns die sel­te­ne Gele­gen­heit, zur kri­ti­schen Selbst­be­trach­tung. Dafür dan­ken wir herz­lich!

Magna cum laude

Im Jahr 2015 mel­de­te sich bei uns eine jun­ge Absol­ven­tin der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät in Dres­den. Ste­fa­nie Mei­er hat­te vie­le Fra­gen. Wie­so, wes­halb, war­um wir machen, was wir tun und wes­halb gera­de so und nicht anders. Ihr Inter­es­se galt dabei unse­rer foto­gra­fi­schen Arbeit in den Samm­lun­gen natur­his­to­ri­scher Muse­en. Durch unse­re Aus­stel­lun­gen »Schau mal an!« und »Sencken­bergs ver­bor­ge­ne Schät­ze« war sie auf uns auf­merk­sam gewor­den, spä­ter kam auch »Zum Fres­sen gern« mit in den Blick. Unab­hän­gig von­ei­nen­an­der füll­ten wir schließ­lich jeder einen lan­gen Fra­ge­bo­gen aus. Mehr­fach tra­fen wir Ste­fa­nie bei unse­ren Aus­stel­lungs­er­öff­nun­gen und dabei kamen wir dann auch per­sön­lich mit­ein­an­der ins Gespräch. Im Früh­jahr 2018 hat sie nun erfolg­reich ihre Dis­ser­ta­ti­on ver­tei­digt – »Tote Objek­te – Tier­prä­pa­ra­te im Fokus zeit­ge­nös­si­scher Foto­gra­fie«. In dem umfang­rei­chen Werk wer­den Inten­ti­on und Arbeits­wei­se ver­schie­de­ner inter­na­tio­na­ler Foto­gra­fen ver­glei­chend unter­sucht. Auch wir fin­den uns dar­in wie­der. Frau Dr. Ste­fa­nie Meier‐Kaftan gra­tu­lie­ren wir sehr herz­lich zu ihrem groß­ar­ti­gen Erfolg!

»Zum Fressen gern« im Museum Jagdschloss Gelbensande

Wäh­rend unse­re Aus­stel­lung »Zum Fres­sen gern« in Sankt Peters­burg im Muse­um Smol­ny zu sehen ist, haben wir sie par­al­lel dazu auch am 23. Juni 2018 im Muse­um Jagd­schloss Gel­ben­san­de eröff­net. Das impo­san­te Gebäu­de in der Ros­to­cker Hei­de war einst die Som­mer­re­si­denz des Groß­her­zogs Fried­rich Franz III. und sei­ner Frau, der Groß­fürs­tin von Russ­land, Ana­sta­sia Michailow­na Roma­no­wa. Heu­te enga­giert sich ein ehren­amt­li­cher Ver­ein für das Muse­um und sei­ne bei­den haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen Ant­je Fries­ecke und Ellen Mar­tens waren uns eine gro­ße Hil­fe beim Aus­stel­lungs­auf­bau. Im herrschaftlich‐rustikalen Inte­ri­eur des Schlos­ses set­zen unse­re Foto­gra­fi­en aus dem Stift Admont wun­der­ba­re und durch­aus pas­sen­de Akzen­te.

 


WIR HIER

Das Industrie‐ und Film­mu­se­um Wol­fen wür­digt mit der Aus­stel­lung »WIR HIER – 125 Jah­re Che­mie­re­gi­on Bitterfeld‐Wolfen« 19 Frau­en und Män­ner, die in den unter­schied­lichs­ten Berei­chen und Beru­fen an die­sem Ort tätig waren oder auch heu­te noch sind. Wir waren auf­ge­for­dert die Gesamt­ge­stal­tung zu über­neh­men, die Räu­me und das The­ma mit einer prak­ti­ka­blen, nach­nutz­ba­ren Archi­tek­tur zu glie­dern und his­to­ri­sche Fotos und Doku­men­te ins Bild zu set­zen.

Streifzug durch das ROTE DREIECK

Im Juni 2016 konn­te ich zum ers­ten Mal gemein­sam mit Daria Sobo­le­va die eins­ti­ge Gum­mi­fa­brik Kras­nyj Treu­go­l­nik in Sankt Peters­burg besu­chen. Damals hat­te es wie aus Kan­nen gegos­sen, was die­sen unwirt­li­chen Ort noch ver­lo­re­ner erschei­nen ließ. Im Mai 2018 gab es ein Wie­der­se­hen bei strah­len­dem Son­nen­schein. Alex­an­der »Kras­nyj Treu­go­l­nik« führ­te Daria und mich vier Stun­den lang durch das Werks­ge­län­de – ein rie­sen­haf­tes Laby­rinth aus roten Zie­gel­stei­nen und ver­las­se­nen Pro­duk­ti­ons­hal­len. Was für eine Geschäf­tig­keit muss die­se Räu­me einst erfüllt haben, als zahl­lo­se Men­schen an end­lo­sen Fließ­bän­dern hier ihr Tag­werk ver­rich­te­ten. Mehr Infor­ma­tio­nen: www.zoomockba.com

»Zum Fressen gern« – Eröffnung in Sankt Petersburg

Am 19. Mai 2018 wur­de unse­re Aus­stel­lung »Zum Fres­sen gern« als ein wahr­lich inter­na­tio­na­les Pro­jekt im Muse­um des Smol­ny in Sankt Peters­burg eröff­net. Neben uns Ber­li­ner Foto­gra­fen und der Muse­ums­agen­tur des Lenin­gra­der Distrikts war auch der öster­rei­chi­sche Stift Admont, in des­sen musea­len Samm­lun­gen unser Bil­der­zy­klus ent­stand, als groß­her­zi­ger Koope­ra­ti­ons­part­ner betei­ligt. Der Schwei­zer Foto­graf Eugen von Arb, der in Sankt Peters­burg lebt und arbei­tet, über­nahm die Koor­di­na­ti­on vor Ort und sorg­te für eine ver­läss­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen allen Betei­lig­ten. Julia Wered­no­wa und Alex­an­der Wol­kow kura­tier­ten die Aus­stel­lung und prä­sen­tier­ten zu unse­ren Fotos aus­ge­such­te Objek­te aus den eige­nen Samm­lun­gen. Sie lei­te­ten Pro­duk­ti­on, Auf­bau und die Orga­ni­sa­ti­on der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung und des musea­len Begleit­pro­gram­mes. Maxim Bata­ev, Anna Sypri­no­wa und Pavel Pakra­tow von AMD Archi­tekts Sankt Peters­burg ent­war­fen eigens ein modu­la­res Aus­stel­lungs­sys­tem, das eine Sym­bio­se mit dem Raum ein­geht, eine inhalt­li­che Glie­de­rung unse­rer Fotos ermög­licht und die­se auf eine neue Art prä­sen­tiert. Alex­an­dra Koslo­wa koor­di­nier­te und mode­rier­te das kul­tu­rel­le Begleit­pro­gramm der Eröff­nungs­fei­er, bei der jun­ge Tän­ze­rin­nen und Pia­nis­tin­nen ihr gro­ßes Kön­nen zeig­ten. Direk­to­rin Les­ja Ana­tol­je­wa Kole­s­ni­ko­wa eröff­ne­te die Aus­stel­lung und wür­dig­te das Enga­ge­ment aller Betei­lig­ten. Zugleich nahm mit der Eröff­nung die lan­ge Nacht der Muse­en ihren Anfang, wes­halb das Fest nach den fei­er­li­chen Wor­ten noch lan­ge nicht vor­bei war. Die gan­ze Nacht kamen kunst­sin­ni­ge Besu­cher, schau­ten sich neu­gie­rig um, stell­ten Fra­gen und kamen ins Gespräch. Erst am nächs­ten Mor­gen, um 5 Uhr, fand die­ser groß­ar­ti­ge Abend dann doch sein Ende. Und auch wir dan­ken allen von Her­zen, die dabei gehol­fen haben, dass die­se Aus­stel­lung mög­lich wur­de.

Das Ende keiner Ära

Sang und klang­los nimmt heu­te Chris Der­con sei­nen Hut, der eini­ge Num­mern zu groß, in Ber­lin den­noch sehr in Mode war. So endet ein Schmie­ren­stück, das poli­tisch gewollt den Glanz der wei­ten Welt in die Haupt­stadt tra­gen soll­te und das nun als vor­her­seh­ba­re Pro­vinz­pos­se bauch­lan­det. Ob Groß­flug­ha­fen, Welt­po­li­tik oder eben das rea­le Thea­ter, in Ber­lin ist alles groß­mäu­li­ge Behaup­tung in klein­ka­rier­ter geis­ti­ger Enge und am Ende immer ein teu­rer Flop. Immer­hin, die­ser Abgang hat Unter­hal­tungs­wert und auch man­chem Ende wohnt ein Zau­ber inne. Der Volks­büh­ne wün­schen wir das Bes­te. Schlech­ter wer­den kann es kaum.

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